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PRODUKTTEST : KLARSTEIN DÖRRGERÄT APPLEBERRY

1 Jul 2016

Dörrautomat Klarstein Hund

Wer sich mit dem Thema BARF (Biologisch Artgerechte Rohfütterung) und gesunder Hundeernährung ein bisschen beschäftigt, stößt spätestens beim Thema Leckerlis auf gewisse Probleme.

Denn wer seinen Welpen oder erwachsenen Hund durch BARF ernährt, möchte natürlich das Industriefutter, in jedweder Form möglichst vermeiden. Die Alternativen zu den gepressten Fertigbrocken, seien es nun die intensiv riechenden Leckerli der großen Hersteller oder das „hochwertige“ Trockenfutter, ohne Getreide mit viel Fleischanteil, aus dem Handel sind leider mager gesäht und zudem noch sehr teuer. So bezahlt man gut und gerne für 100g getrocknete Entenbrust 4,99€ und fängt an sich zu fragen, ob man das nicht aus selbst machen kann.

Und JA! Es geht. Ziemlich einfach sogar. Denn sowohl die Möglichkeit Trockenfleisch im Ofen herzustellen, als auch in einem der Dörrautomaten, den ich euch heute vorstelle, sind eine gute Alternative zu Trainingshappen aus dem Handel.

Diejenigen, die uns bei Instagram und Snapchat folgen wissen, dass Tino, neben seiner Rind- und Huhnunverträglichkeit, ein ziemlich schlechter Esser und nur schwer im Training, durch Leckerli zu motivieren ist. Dadurch müsste ich bei sehr intensiven Außenreizen, eigentlich immer ein Kilo Gouda mit mir rumtragen. Da ich aber aus Gründen der Praktikabilität (Käseschmiere ist so schwierig raus zu bekommen) lieber einfach ein paar Notfallhappen in der Jackentasche habe, als ständig einen Futterbeutel mit mir rumzuschleppen, stellen ein paar Dörrfleischstückchen für uns die perfekte Lösung dar.

Dementsprechend kam es uns total gelegen, als zu Weihnachten im letzten Jahr das Klarstein Dörrgerät Appleberry* bei uns einzog.

Der Aufbau des Appleberry: einfach und clean.

Und ich muss sagen, dass ich wirklich mehr als begeistert von dem Gerät bin. Es besteht aus 4 großen, stapelbaren Hartplastikgittern, die während des Trocknungsprozesses ganz einfach durchgetauscht werden können. Außerdem kann zwischen 2 Trocknungsstufen unterschieden und die gewünschte Laufzeit eingestellt werden, nach der sich das Gerät automatisch abschaltet. Wobei der Klarstein Appleberry* wirklich ein Powerpaket ist und 600 Gramm Fleisch innerhalb von 8 Stunden durchtrocknet. Somit kann man ihn super über Nacht laufen lassen, da auch ziemlich geräuscharm funktioniert.

Am besten mageres Muskelfleisch verwenden: trocknet schneller und verliert nicht so viel Masse.

Am besten mageres Muskelfleisch verwenden: trocknet schneller und verliert nicht so viel Masse.

Um Trockenfleisch herzustellen braucht es, außer das Gerät natürlich, eigentlich nur wenige Dinge:

  • Mageres Muskelfleisch vom Tier eurer Wahl (hier verwenden wir 1200g Biolamm von Poodlewohl, mussten allerdings feststellen, dass es etwas zu sehnig und fettig war)
  • Ein scharfes Messer
  • Eine rutschfeste Schneideunterlage

Und dann geht es auch schon los; entfernt das Fett und die Sehnen vom aufgetauten Fleisch. Belässt man es im Fleisch dauert das Trocknen der einzelnen Stückchen unterschiedlich lang und der austretende Fett- und Fleischsaft macht es am Ende schwierig das Gerät zu reinigen.

Ich schneide das Fleisch dann einmal grob vor, bevor ich anfange die m(h)undgerechten Stücke vorzubereiten. Je nach Sorte muss man einkalkulieren, dass bis zu 2/3 der Masse verloren geht. Für Tino sind die rohen Fleischstückchen, meist etwa so groß wie 2 Zuckerwürfel und haben im fertigen Zustand eine gute Größe, um mit einmal kauen im Pinscherbäuchlein zu verschwinden.

Die Fettabschnitte landen bei uns natürlich nicht im Müll, sondern am nächsten Tag im Napf.

Fleischhaufen mit Text

Wenn alles fein geschnitten ist, beginnt die zeitaufwendigste Arbeit; nämlich das Verteilen der Fleischstücken auf den Gittern. Ich versuche dabei immer möglichst viele auf ein Gitter zu bekommen, ohne dass sie sich berühren. Die unteren zwei Etagen befülle ich immer etwas mehr, da sie näher an der Lüftung sind und reduziere die Menge in den oberen zwei Etagen etwas, damit ein gleichmäßiges Ergebnis erzielt wird.

auflegen

Zu guter Letzt werden alle Etagen gestapelt. Dabei muss man ein bisschen darauf achten, dass man die Plastikgitter nicht in die Einkerbungen steckt und sie somit zu nah beieinander sind. Dies ist zwar zum Verstauen sehr praktisch, würde aber im laufenden Betrieb die Luftzirkulation behindern.

Die besten Erfahrungen habe ich wie gesagt, bisher mit einer Laufzeit von etwa 6-8 Stunden auf höchster Stufe gemacht. Bei sehr magerem Fleisch reichen meist 6 Stunden. Wenn es dann noch nicht ganz durchgetrocknet ist, tausche ich meist die oberen und die unteren Etagen und lasse es bei niedriger Stufe nochmal für ca. 1,5 Stunden laufen.

Nachdem die Dauer und die Leistungsstufe eingestellt wurden, legt man einfach den „On“-Schalter um und los geht’s.

Automat anschnallen

Tino lässt mich beim Stapeln nicht aus den Augen… es könnte ja was abfallen.

Das Ergebnis variiert, wie gesagt und ist stark abhängig von der Fleischsorte. Tinos momentane Lieblingssorte ist definitiv gedörrtes Lammherz. Dafür würde er es sich zumindest mal überlegen aus einem wilden Spiel zu mir zurück zu kommen. Wie man sieht, füllen aber etwa 700-800 Gramm verarbeitetes Fleisch gerade mal dieses kleine Einmachglas, sodass wir mindestens einmal im Monat Nachschub produzieren. Allein in Anbetracht der Häufigkeit seiner Nutzung, hat sich der Appleberry* für mich schon gelohnt und ich kann ihn wirklich nur empfehlen…Pinscher mit Dörrfleisch

… und Tino natürlich auch.

 

* Dieser Artikel enthält einen Affiliatelink.

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